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Historie des Flughafen Memmingen

Im Jahr 1935 wurde der Militärflugplatz Memmingerberg geplant und am 18. Oktober 1936 feierlich eröffnet. Im Anschluss an die Fertigstellung des Militärflugplatzes wurden erste Kampfgeschwader auf dem Flugplatz stationiert. Im zweiten Weltkrieg wurde die Anlage erweitert, unter anderem um eine 1km lange Start- und Landebahn aus Beton. Der Flugplatz wurde daraufhin für die Erprobung neuer Fluggeräte wie den ersten Düsenjäger Me262 oder dem Amerikabomber Me264 verwendet.

Am 18. März 1944 erfolgte eine schwere Bombardierung der Start- und Landebahn. Zwei Tage später wurde am 20. März 1944 die verbliebene Infrastruktur zerstört. Auf diese beiden Angriffe folgten noch zwei weitere Bombardierungen, die nicht nur den Flugplatz sondern auch Teile von Memmingen zerstörten. Die Verluste in der Zivilbevölkerung waren verheerend.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die nicht zerstörten Gebäude als Unterkunft für Heimatvertriebene verwendet. Die Amerikaner haben den Flugplatz ab 1954 als Übungsplatz genutzt. Im darauf folgenden Jahr wurde die Start- und Landebahn sowie Hallen und Gebäude wieder aufgebaut. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Zu Zeiten des kalten Krieges haben die Amerikaner Atomwaffen auf dem Gelände des Flugplatzes Memmingen gelagert.

Das Ende des Fliegerhorst Memmingen wurde am 30. Juni 2003 besiegelt und somit der Flugplatz stillgelegt. Erst mehr als 1 Jahr später erfolgte die Zulassung als regionaler Verkehrsflughafen Allgäu. Seit diesem Zeitpunkt hat der Flughafen Memmingen stetig an Bedeutung für den zivilen Flugverkehr gewonnen.